«Wir hoffen, dass wir die technischen Gespräche schon in dieser Woche abschliessen können», sagte Magyar weiter. Sollte dies geschehen, sei er bereit, den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in der nächsten Woche zu treffen, fügte er hinzu. Minderheitenrechte seien «grundlegende Rechte». Er sei zuversichtlich, dass sich der seit mehr als zehn Jahren bestehende Disput «klären und regeln» lasse. «Wir sind bereit, ein neues Kapitel in den ungarisch-ukrainischen Beziehungen aufzuschlagen.»
In der westukrainischen Region Transkarpatien leben nach ungarischer Darstellung bis zu 100.000 ethnische Ungarn. Unter Magyars Vorgänger, dem Rechtspopulisten Viktor Orban, waren die Beziehungen zu dem von Russland angegriffenen Nachbarland auf einen Tiefpunkt gesunken. Orban stellte sich mehr oder weniger offen auf die Seite von Kremlchef Wladimir Putin. Im Wahlkampf für die April-Wahl, die er gegen den Bürgerlichen Magyar verlor, liess er Selenskyj auf Plakaten als angeblichen Kriegstreiber und Finanzier Magyars diffamieren./gm/DP/jha
(AWP)
