Im zweiten Quartal setzte sich die positive Dynamik aus dem ersten Jahresviertel fort. So erwirtschaftete Uniper zum ersten Halbjahr im Tagesgeschäft mit 711 Millionen Euro fast 90 Prozent mehr operatives Ergebnis als im Vorjahreszeitraum. Dabei profitierten die Düsseldorfer von einem starken Gasgeschäft, weil in diesem Bereich im laufenden Jahr kostenintensive Umbaumassnahmen wegfallen. Belastend wirkte hingegen die ungeplante Nichtverfügbarkeit eines schwedischen Atomkraftwerks. Der bereinigte Gewinn des Konzerns verdreifachte sich nahezu auf 388 Millionen Euro.
Uniper war als grösster deutscher Gasimporteur 2022 in Schieflage geraten, als Russland nach dem Angriff auf die Ukraine kein Gas mehr lieferte. Deutschland rettete das Unternehmen mit Milliarden-Beihilfen und wurde quasi Alleineigentümer. Der Bund hat den Wiederverkauf jüngst in die Wege geleitet, dürfte sich aber zunächst noch nicht vollständig von den Anteilen trennen. Auch ein Börsengang ist im Gespräch.
Das Unternehmen zählt bei Stromerzeugung und Gashandel zu den grössten Energieunternehmen Europas. Der Konzern betreibt unter anderem Steinkohle- und Gaskraftwerke in Deutschland, Grossbritannien und Schweden. Strom erzeugt Uniper auch aus Wasserkraft. In Schweden ist Uniper Mehrheitseigentümerin eines Atomkraftwerks. In Deutschland ist das Unternehmen zudem grösster Betreiber von Gasspeichern./lew/men/stk
(AWP)
