Statistische Berechnungen für den fraglichen Zeitraum ergaben eine Übermortalität von 68 bis 74 Todesfällen, wie das Universitätsspital Zürich (USZ) am Dienstag mitteilte. Die Klinik für Herzchirurgie wurde damals von Francesco Maisano geleitet. Zudem wurden elf unerwartete Todesfälle sowie der unangemessene Einsatz von Medizinprodukten in 13 Fällen identifiziert. Diese Vorfälle hat das Spital der Staatsanwaltschaft gemeldet.

Die Ursachen liegen laut Bericht in mangelnder Führungskompetenz, Interessenskonflikten und ungenügender Aufsicht durch die damalige Spitaldirektion. Drei Mitglieder des Spitalrats treten deshalb nun zurück. Inzwischen habe die Klinik unter neuer Leitung ihr Qualitätsniveau wieder erreicht.

(AWP)