Die Unternehmen hätten aber unter anderem bestimmte Geschäftsbücher und Unterlagen anders als aufgefordert nicht vorgelegt, kritisiert die Behörde. Sie habe dadurch nicht alles prüfen können.

Temu kann nun auf die Bedenken reagieren. Kommt die Kommission endgültig zum Schluss, dass ein Rechtsverstoss vorliegt, kann sie eine Strafe von bis zu einem Prozent des Gesamtumsatzes verhängen.

Unabhängig davon untersucht die EU-Kommission weiter, ob Temu staatliche Gelder bekommen hat, die den europäischen Binnenmarkt verzerren könnten. Das Online-Shoppingportal wird in der EU nach Angaben der Behörde vom Konzern PDD über seine Tochtergesellschaft WhaleCo betrieben.

Die Brüsseler Behörde verhängte zudem im Mai gegen Temu eine Strafe in Höhe von 200 Millionen Euro wegen illegaler Produkte auf dem Online-Marktplatz. Der Anbieter habe mittlerweile 130 Millionen Kunden in Europa, hiess es damals. In Deutschland zählt er zu den grössten Onlinehändlern./wea/DP/jha

(AWP)