Die Fraktion SP/Grüne hatte ihre Kleine Anfrage eingereicht, weil der Bund in einem Vorprüfungsbericht die Umwandlung des früheren Industriegeländes in eine Anlage mit Hotel, Bungalows und Bootsplätzen in seiner aktuellen Ausgestaltung für nicht umsetzbar hält. Hinter den Plänen steht der Investor Samih Sawiris.

Definitiv gestoppt ist das Projekt auf der Halbinsel am Urnersee nicht. So plant der Regierungsrat mit Bundesrat Albert Rösti eine Begehung vor Ort, um Fragen zu klären. Die Fraktion SP/Grüne wollte deswegen wissen, wie der Regierungsrat diese «umfassenden Anstrengungen» für ein «mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht bewilligungsfähiges Projekt» rechtfertige, für das es zudem keinen «nachgewiesenen Volkswillen» gebe.

Der Regierungsrat schrieb dagegen in seiner am Dienstag veröffentlichten Antwort, dass sich die Stimmberechtigten für eine Aufwertung der Isleten ausgesprochen hätten. Er begründete diese Ansicht mit der Tatsache, dass sie 2024 die Volksinitiative «Isleten für alle» deutlich verworfen hätten. Die Initiative wollte Hotels und Bootshäfen auf der Halbinsel verbieten.

Der Regierungsrat hält zudem fest, dass auch der Bund einer Aufwertung der Isleten «grundsätzlich positiv» gegenüber stehe. Diese bringe landschaftlich, ökologisch und regionalpolitisch Vorteile. Er werde sich deswegen weiter dafür einsetzen, dass «diese Chance zugunsten der Urner Bevölkerung genutzt» werde, erklärte der Regierungsrat.

(AWP)