Die Lage im Iran hat sich nach der jüngsten Zuspitzung deutlich beruhigt. Nachdem US-Präsident Donald Trump am Wochenende neue Gespräche mit dem Iran angekündigt und gleichzeitig einen Grossangriff abgesagt hatte, gaben die Ölpreise zum Auftakt der Woche kräftig nach. Die Gespräche sollen am Montagnachmittag stattfinden, wie Trump ankündigte.

Der Iran deutete an, dass die Verhandlungen, die darauf abzielen, mehr Schiffe durch die Strasse von Hormus zu lassen, Fortschritte machen. Aussenminister Abbas Araghchi sagte, die Gespräche zwischen Teheran und Oman über die Verwaltung der Meerenge befänden sich in der Endphase. Dennoch herrscht nach wie vor wenig Klarheit über die Verhandlungen zwischen dem Iran und Oman.

Mit dem kräftigen Rückgang der Ölpreise zum Wochenstart wurden die Inflationsängste etwas gedämpft. Die Unsicherheit bleibt aber sehr hoch. Schliesslich gab es immer wieder Verhandlungsversuche. Sie sind bisher alle gescheitert.

Besser als erwartet ausgefallene US-Industriedaten belasteten die Anleihen nicht. Die Stimmung in der Industrie hat sich im Juli unerwartet deutlich aufgehellt. Der Einkaufsmanagerindex ISM stieg stärker als erwartet. «Er befindet sich klar in der Wachstumszone und auf dem höchsten Stand seit 2022, was auf die solide Verfassung der US-Konjunktur hinweist», kommentierte Ralf Umlauf, Volkswirt bei der Helaba. «Die Zahlen dürften die Zinserhöhungserwartungen tendenziell forcieren, zumal ein Schritt im September nicht mehr vollständig eingepreist ist.» Die Wahrscheinlichkeit dafür liege derzeit bei knapp 65 Prozent. Die US-Notenbank Fed hatte auf ihrer jüngsten Sitzung die Leitzinsen stabil gehalten und keine Erhöhungen signalisiert./jsl/stw

(AWP)