Angetrieben wurden die Kurse zuletzt insbesondere durch die Aussicht auf ein Ende der Zinsanhebungen durch die US-Zentralbank Fed. Hintergrund sind fallende Inflationsraten, die den Kampf der Fed gegen die hohe Teuerung weniger dringlich erscheinen lassen. Nach kräftigen Zinsanhebungen seit März 2022 wird an den Märkten für dieses Jahr mit nur noch einer weiteren Zinsanhebung in den USA gerechnet. Diese dürfte schon in der kommenden Woche erfolgen.
US-Daten änderten daran nichts Wesentliches. Der Einzelhandel steigerte seine Umsätze im Juni nur leicht und damit weniger deutlich als gedacht. Zwar fiel die Umsatzentwicklung im Vormonat den neuen Angaben zufolge etwas besser aus als bisher bekannt, doch dies belastete die Kurse nur kurz. "Offensichtlich ist die Konsumnachfrage etwas geschwächt und die Zinserwartungen bezüglich der US-Notenbank dürften gedämpft bleiben", schrieb Analyst Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen./la/bgf/jha/