An den Finanzmärkten bleiben als sicher eingeschätzte Anlagen wie US-Staatsanleihen vorerst gefragt. Die Anleger sind besorgt wegen der angespannten Lage im Iran und den damit verbundenen geopolitischen Risiken für die gesamte Region am Persischen Golf. Hinzu kamen neue Zolldrohungen der US-Regierungen an die Adresse von Ländern, die mit dem Iran Handel treiben.

Vor diesem Hintergrund konnten US-Konjunkturdaten die Kurse der Festverzinslichen nicht belasten. Im November hatten sich die Umsätze im US-Einzelhandel etwas besser als erwartet entwickelt. Zudem war bekannt geworden, dass sich der Preisauftrieb auf Erzeugerebene im November überraschend deutlich verstärkt hat.

Nach Einschätzung des Analysten Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen dürften die neuen US-Daten die Spekulation auf weiter sinkende Zinsen zwar gebremst haben. Allerdings seien die Spekulationen «mit Blick auf die ersten Monate des Jahres ohnehin nicht besonders ausgeprägt», sagte der Experte./jkr/jha/

(AWP)