Die erneute Zuspitzung der Lage im Iran-Krieg bewegte den Markt kaum. US-Präsident Donald Trump hat mit der Übernahme der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Charg gedroht. Irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft werde man die Insel und andere Öl-Infrastrukturpunkte übernehmen und die «vollständige Kontrolle» über Irans Öl- und Gasmärkte erlangen, schrieb er auf der Plattform Truth Social. Trump kündigte zugleich schwere Angriffe auf den Iran für die Nacht an. Die Auswirkungen auf die Ölpreise und damit auch auf die Finanzmärkte hielten sich in Grenzen.
Die am Nachmittag veröffentlichten US-Konjunkturdaten bestätigten das Bild eines anhaltenden Inflationsdrucks. Die Erzeugerpreise sind im Mai stärker gestiegen als erwartet. Sie beeinflussen tendenziell die Verbraucherpreise, an denen die US-Notenbank Fed ihre Geldpolitik ausrichtet. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind zwar in der vergangenen Woche stärker gestiegen als erwartet. Insgesamt zeigte sich der Arbeitsmarkt aber zuletzt robust. An den Finanzmärkten wird überwiegend erwartet, dass die US-Notenbank Fed im späteren Jahresverlauf ihre Leitzinsen anhebt./jsl/jha/
(AWP)
