Die Entwicklung am US-Anleihemarkt wird weiterhin durch die Lage im Nahen Osten und der Entwicklung der Ölpreise bestimmt. Berichte über eine Einigung zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran stützten die Anleihen etwas. So habe man eine Verlängerung des Waffenstillstands zwischen den beiden Ländern und die Aufnahme von Verhandlungen über das iranische Atomprogramm vereinbart, berichtete die US-Nachrichtenwebsite «Axios» unter Berufung auf Eingeweihte. Allerdings müsse Präsident Donald Trump der Vereinbarung noch zustimmen.

Zuvor hatten die Kurse noch nachgegeben. Die Lage im Nahen Osten hatte sich zuletzt wieder verschärft. Das US-Militär hatte nahe der Strasse von Hormus eine iranische Stellung angegriffen, von der aus Drohnen gesteuert wurden. Aus der Sicht von US-Präsident Donald Trump ist der Verhandlungsstand zu einem möglichen Ende des Iran-Kriegs noch nicht zufriedenstellend. Die Unsicherheit bleibt also hoch.

Die am Donnerstag veröffentlichten US-Wirtschaftsdaten fielen uneinheitlich aus und gaben dem Markt keine neue Richtung. So legten die Auftragseingänge für langlebige Güter im April stärker als erwartet zu. Die Einkommen der privaten Haushalte stagnierten lediglich, während Ökonomen einen Anstieg erwartet hatten. Im ersten Quartal war die US-Wirtschaft zudem etwas schwächer gewachsen als erwartet./jsl/he

(AWP)