Der US-Autobauer General Motors (GM) muss wie sein Rivale Ford hohe Abschreibungen auf seine Elektroautos vornehmen. Diese kosteten den Konzern im vierten Quartal rund 6,0 Milliarden US-Dollar, hinzu kämen 1,1 Milliarden Dollar Sonderkosten für den Umbau in China, hiess es vom US-Autoprimus am Donnerstagabend in Detroit.
Angesichts von auslaufenden Steueranreizen und den gelockerten Emissionsregeln in den USA habe GM in der Reaktion auf nachlassende Nachfrage seine Elektroautokapazitäten gesenkt, hiess es von den Amerikanern. Die GM-Aktie verlor nachbörslich knapp zwei Prozent.
US-Präsident Donald Trump hatte eine Elektroautoprämie von 7'500 Dollar abgeschafft. Zudem werden vom Republikaner die Emissionsregeln für Autos entschärft. Im Zuge der Verkaufsflaute von Elektroautos hatte bereits Ford im Dezember eine Abschreibung in Höhe von 19,5 Milliarden Dollar angekündigt, der Grossteil davon ebenfalls im vierten Quartal.
Unter anderem sei die Fabrik in Orion (Michigan) von der Produktion von Elektroantrieben auf Verbrenner-SUVs und -Pickups umgestellt worden, hiess es von General Motors zur Begründung für die Abschreibungen. Bereits im dritten Quartal hatte GM 1,6 Milliarden Dollar in Nordamerika abgeschrieben. In China belasteten GM nun im vierten Quartal der Umbau des dortigen Gemeinschaftsunternehmens sowie Rechtsstreitigkeiten.
(AWP)

