Neben den anhaltenden Angriffen im Iran-Krieg und dem davon angetriebenen Ölpreis waren zuvor schon stark gestiegene Erzeugerpreise zur Belastung geworden. Bei der Fed standen dann die Begleitaussagen der Notenbank im Fokus. «Die Eskalation der Lage in Nahost macht es sehr unwahrscheinlich, dass die Fed in 2026 die Leitzinsen senken wird», sagte Michael Heise, Chefökonom von HQ Trust in einer ersten Reaktion. Noch vor Kriegsbeginn war am Markt mit zwei Senkungen im späteren Jahresverlauf gerechnet worden.

Der Metzler-Analyst Leon Ferdinand Bost sieht die US-Notenbank in einer Zwickmühle. «Einerseits sind die Energiepreise im Zuge des Iran-Kriegs deutlich angestiegen, wodurch neuer Inflationsdruck droht, andererseits zeigte der US-Arbeitsmarkt jüngst Schwäche», schrieb der Experte. Sollte der Krieg länger andauern und die Energiepreise weiter steigen, sieht auch er die Bereitschaft der Fed zu weiteren Lockerungen im Wanken./tih/zb

(AWP)