«Jüngste Medienberichte deuten darauf hin, dass öffentliche Aussagen der Fifa sowie der Ticketverkauf selbst zu einem starken Preisanstieg beigetragen haben könnten», erklärten die Generalstaatsanwältinnen Letitia James und Jennifer Davenport in einer Mitteilung.

Die Behörden verlangen vom Weltfussballverband Informationen zum Kartenverkauf, insbesondere zu den acht Spielen im Metlife-Stadion in New Jersey, darunter dem Finale am 19. Juli.

Andere Sitzplätze

Laut den Ermittlerinnen erhielten einige Fans Plätze in einer tieferen Kategorie als ursprünglich ausgewählt und sitzen dadurch schlechter platziert als erwartet.

Bereits Mitte Mai hatte Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta von der Fifa Aufklärung über «möglicherweise irreführende Geschäftspraktiken» verlangt. Grundlage war eine Recherche des Sportmediums «The Athletic». Zudem rief er Kalifornier, die sich getäuscht fühlten, dazu auf, Beschwerde einzureichen.

Fans werfen Fifa «Abzocke» vor

Die hohen Ticketpreise an der WM in den USA, Mexiko und Kanada sorgen seit Monaten für Kritik. Die Fanorganisation Football Supporters Europe (FSE) warf der Fifa unter anderem «Abzocke» und «monumentalen Verrat» vor.

Die Fifa hatte im April gegenüber «The Athletic» erklärt, die beim Kauf gezeigten und später angepassten Stadionsituationspläne seien lediglich «zur Orientierung» gewesen.

Die Fussball-WM 2026 wird die bislang grösste Endrunde der Geschichte: Erstmals nehmen 48 statt wie bisher 32 Nationalteams teil. Das Turnier umfasst insgesamt 104 Spiele, beginnt am 11. Juni und dauert gut fünf Wochen.

to/ls

(AWP)