Für die USA haben die Chip-Investitionen strategische Bedeutung. Die modernsten Halbleiter der Welt - sowohl für Smartphones als auch für KI-Rechenzentren - werden fast ausschliesslich vom Auftragsfertiger TSMC in Taiwan produziert.
Angst vor Chip-Engpässen
Im Westen ist die Sorge gross, dass geopolitische Spannungen mit Peking um Taiwan zu einer Versorgungskrise bei Chips führen könnten, die viele Branchen treffen würde. Deswegen wird schon seit Jahren versucht, mehr Chip-Produktion in den USA und Europa anzusiedeln. Das lief bisher eher schleppend. Dabei waren Chip-Engpässe wegen sprunghaft gestiegener Nachfrage zu Beginn der Corona-Krise ein Weckruf für viele Länder.
Lutnick: Gesamte Lieferkette kommt
Handelsminister Howard Lutnick sagte nun, dass als Ergebnis des Handelsabkommens die gesamte Chip-Lieferkette in den USA nachgebaut werden solle. «Wir werden das alles rüberbringen - und autark bei der Fähigkeit werden, Halbleiter zu produzieren.»
Die Chip-Industrie hatte einst ihre Wiege im Silicon Valley in den USA - wanderte aber über Jahrzehnte mehr und mehr nach Asien ab. Halbleiter-Produktion in den Westen zurückzubringen ist auch deshalb schwierig, weil inzwischen grosse Teile der Lieferkette der Branche ebenfalls in Asien verankert sind./so/DP/nas
(AWP)
