Gleichzeitig betonte Yellen auch, dass die Vereinigten Staaten und China "unter bestimmten Umständen gezielte Massnahmen" ergreifen müssten, um ihre nationale Sicherheit zu schützen. Meinungsverschiedenheiten dürften jedoch "nicht zu Missverständnissen führen, die unsere bilateralen Wirtschafts- und Finanzbeziehungen unnötig verschlechtern".
Zuvor hatte die Finanzministerin im Laufe des Tages informelle Gespräche mit dem ehemaligen Vizepremier Liu He und Chinas Zentralbankchef Yi Gang geführt.
Janet Yellen befindet sich derzeit auf einem viertägigen China-Besuch, der auch dazu dienen soll, die Kommunikationskanäle zwischen den zwei Staaten wieder stärker zu nutzen. Zuletzt hatte US-Aussenminister Antony Blinken im Mai die chinesische Hauptstadt besucht.
Die Beziehungen zwischen den zwei Weltmächten befinden sich derzeit auf einem Tiefstand. Belastet wird das Verhältnis vom harten Kurs von US-Präsident Joe Biden gegenüber China, dem anhaltenden Handelskrieg, Chinas Rückendeckung für Russlands Präsidenten Wladimir Putin und dessen Angriffskrieg gegen die Ukraine, Chinas Territorialansprüchen im Süd- und Ostchinesischen Meer sowie von Drohungen Pekings gegenüber der demokratischen Inselrepublik Taiwan./fk/DP/stk