In der US-Privatwirtschaft kamen insgesamt 63'000 Jobs hinzu, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Firmenumfrage des Personaldienstleisters ADP hervorgeht. Ökonomen hatten nur einen Stellenzuwachs von 50'000 erwartet, nach abwärts revidiert 11'000 im Januar. Zunächst war von 22'000 die Rede gewesen.
Die Umfragedaten aus der Privatwirtschaft werfen ein Schlaglicht auf die Lage eines wichtigen Teils des US-Jobmarkts. Ein umfassendes Bild liefert der Arbeitsmarktbericht der US-Regierung, der auch Stellen im Öffentlichen Dienst erfasst. Für den am Freitag anstehenden Job-Report erwarten Ökonomen eine kräftige Abkühlung - mit einem Stellenplus von nur noch 59'000 im Februar, nach 130'000 im Januar.
Die US-Notenbank Federal Reserve, die Vollbeschäftigung fördern und Preisstabilität sichern soll, hat den Leitzins zuletzt in einer Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent konstant gehalten. Angesichts der Auswirkungen des Iran-Konflikts auf die Wirtschaft und insbesondere auf die Energiepreise gilt eine baldige Zinssenkung als sehr unwahrscheinlich: Händler rechnen frühestens im Sommer mit einer geldpolitischen Lockerung.

