«Wir sprachen auch über eine mögliche Reise von Präsident Lukaschenko in die USA», sagte Coale vor Fernsehkameras. Auch ein Telefonat mit Trump sei möglich. US-Sanktionen gegen das belarussische Finanzministerium, zwei Banken sowie zwei Düngemittelhersteller würden aufgehoben. Anders als die EU, die Lukaschenko wegen seiner Menschenrechtsverstösse isoliert hat, setzen die USA auf Fortschritte durch direkte Kontakte nach Minsk.

Acht Polithäftlinge kommen frei

Beim mittlerweile dritten Besuch des US-Vertreters liess Lukaschenko erneut politische Gefangene frei. Zu den acht Freigelassenen zähle die Fernsehjournalistin Jekaterina Andrejewa, berichtete das oppositionelle belarussische Portal «Nascha Niwa». Andrejewa war wegen ihrer Reportagen über die Massenproteste gegen Lukaschenkos manipulierte Wiederwahl 2020 inhaftiert worden.

Immer noch zählen Bürgerrechtler in Belarus aber bis zu 1.400 politische Häftlinge. Der Langzeitherrscher Lukaschenko ist der engste Verbündete von Kremlchef Wladimir Putin. Er hatte sein Land 2022 auch als Aufmarschgebiet für den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zur Verfügung gestellt./fko/DP/men

(AWP)