Während Trump seine Reise in die Volksrepublik für Mitte Mai in Aussicht gestellt hat, gibt es aus Peking, wo Staatsbesuche stets kurzfristig angekündigt werden, noch keine Bestätigung eines Treffens mit Präsident Xi Jinping. Das Verhältnis beider Seiten ist extrem angespannt: Der Handel zwischen den beiden grössten Volkswirtschaften der Welt wurde im vergangenen Jahr durch einen aggressiv geführten Zollstreit und Exportkontrollen für wichtige Güter wie seltene Erden aus China und US-Computerchips schwer belastet.

Wie die Kammer auf den Besuch blickt

AmCham-Präsident Michael Hart rechnet damit, dass einige US-Firmenbosse Trump begleiten werden. Jedoch gehe er nicht davon aus, dass viele Abkommen unterschrieben würden. «Wir hoffen, dass sich möglicherweise im Bereich Luftfahrt etwas tut und wir hoffen, dass einige Beschränkungen im Zusammenhang mit Lebensmittelexporten gelockert werden», sagte Hart. Auch seltene Erden dürfte ihm zufolge Thema sein.

Trump wollte China ursprünglich schon Ende März besuchen, verschob die Reise dann aber wegen des Iran-Kriegs. Die US-Handelskammer erwartet, dass das Treffen mit Staats- und Parteichef Xi die erste von bis zu vier Begegnungen beider Präsidenten in diesem Jahr sein könnte. In einem neuen Strategiepapier betont die Interessenvertretung von US-Firmen in China, viele ihrer knapp 1.000 Mitglieder seien besorgt wegen ihres Marktzugangs und uneinheitlicher Regulierungen./jon/DP/stk

(AWP)