Der US-Konsum legte im Januar um ‌0,4 ⁠Prozent gegenüber dem Vormonat zu, wie das Handelsministerium am Freitag mitteilte. Von ⁠Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Plus von 0,3 Prozent gerechnet.

Der private Konsum ‌gilt als Antriebsfeder der US-Wirtschaft, die sich vor ‌der Jahreswende überraschend deutlich abkühlte: Das Bruttoinlandsprodukt ​legte nach revidierten Daten auf das Jahr hochgerechnet von Oktober bis Dezember nur noch um 0,7 Prozent zu, nach 4,4 Prozent im Sommer. Dabei wirkte der sogenannte Shutdown, also die 43-tägige Haushaltssperre der Regierung, als Konjunkturbremse.

Bei ‌der Inflation zeichnete sich unterdessen eine leichte Entspannung ab - abzulesen an einem Inflationsmass, das auf die Konsumgewohnheiten der Verbraucher zugeschnitten ist. Dieser PCE-Index genannte Warenkorb verteuerte ​sich im Januar zum Vorjahresmonat nur noch um 2,8 ​Prozent, wie das Handelsministerium bekanntgab. Damit liegt er ​zwar noch deutlich über dem von der Notenbank angepeilten Wert von 2,0 Prozent. Doch war ‌der Index noch im Dezember um 2,9 Prozent gestiegen. Experten hatten erwartet, dass er sich zu Jahresbeginn auf diesem Niveau einpendeln würde.

Händler schraubten ihre ​Zinssenkungserwartungen ​nach der überraschend niedrig ausgefallenen Inflationszahl zurück: ⁠Nun wird eine erste Zinssenkung im laufenden ​Jahr erst im September erwartet. ⁠Doch droht mit dem Ende Februar ausgebrochenen Nahostkrieg ein Inflationsanstieg, zumal ‌die Spritpreise bereits kräftig angezogen haben. Die US-Notenbank hat ihren Leitzins zuletzt nach drei Senkungsschritten in Folge in der Spanne von 3,50 ‌bis 3,75 Prozent gehalten. Experten rechnen damit, dass ​die Federal Reserve auch am kommenden Mittwoch weiter stillhält.