«Wenn wir die richtige Politik verfolgen - und das werden wir -, wird der Inflationsschub der letzten fünf Jahre der Vergangenheit angehören», sagte Warsh. Zuletzt hatten andere Vertreter der Notenbank geäussert, dass höhere Zinssätze erforderlich sein könnten, um die Inflation einzudämmen. Auch an den Finanzmärkten wird im späteren Jahresverlauf mit einer Leitzinserhöhung gerechnet.

Vor seinem Amtsantritt gab es Zweifel an der Entschlossenheit von Warsh sich für Preisstabilität einzusetzen. Schliesslich hatte US-Präsident Donald Trump immer wieder Druck auf seinem Vorgänger Jerome Powell ausgeübt und Leitzinssenkungen gefordert. Als Nachfolger hatte Trump dann Warsh ernannt.

Im Juni war die Inflationsrate überraschend deutlich gesunken, wie aus am Dienstag veröffentlichten Daten hervorgeht. Allerdings fürchten Ökonomen, dass sie in den kommenden Monaten wieder anziehen könnte. Schliesslich hat sie die Lage im Nahen Osten wieder verschärft und die Ölpreise haben spürbar angezogen./jsl/la/he

(AWP)