«Fragil» sei die Lage deshalb, weil es im Machtzentrum des Irans sowohl Kreise gebe, die konstruktiv an mögliche Friedensverhandlungen herangingen, als auch solche, die diese torpedieren möchten, führte er weiter aus. «Wenn die Iraner dazu bereit sind, aufrichtig mit uns zu arbeiten, dann können wir zu einer Übereinkunft gelangen.» Würden sie jedoch lügen, betrügen und die gegenwärtige brüchige Waffenruhe sabotieren, «würden sie damit nicht glücklich werden».
US-Präsident Donald Trump habe deutlich gemacht, dass die USA über militärische, diplomatische und vor allem ökonomische Druckmittel verfüge, fügte er hinzu. Sollte Teheran den Verhandlungsprozess nicht aufrichtig führen, liesse Trump «nicht mit sich spassen».
Vance war am Tag zuvor in Budapest eingetroffen, um dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán im Wahlkampf den Rücken zu stärken. Der Rechtspopulist gilt als Verbündeter Trumps und des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Bei den Parlamentswahlen am Sonntag droht ihm Umfragen zufolge eine Niederlage.
Vor seiner Abreise am Mittwoch trat Vance im Budapester Matthias-Corvinus-Collegium (MCC) auf. Die Post-Graduierten-Anstalt gilt als Kaderschmiede des Orban-Systems. Sie ist mit enormen staatlichen Mitteln ausgestattet. Ihr Kuratoriumsvorsitzender Balazs Orban - der mit dem Regierungschef nicht verwandt ist - ist zugleich Politischer Direktor im ungarischen Ministerpräsidentenamt./gm/DP/jha
(AWP)
