Analysten wurden von der Entwicklung überrascht. Sie hatten mit einem Anstieg des Defizits der Handelsbilanz auf 58,7 Milliarden Dollar gerechnet. Zudem hat das Ministerium die Daten für September revidiert. Der Fehlbetrag lag demnach bei 48,1 Milliarden Dollar, nachdem zuvor 52,8 Milliarden gemeldet worden waren. Wegen der teilweisen Schliessung von Bundesbehörden im vergangenen Jahr («Shutdown») sind die Daten mit einer Verzögerung veröffentlicht worden.

Die Importe sind im Oktober um 3,2 Prozent gesunken, wie es weiter in der Mitteilung hiess. Das Volumen der Ausfuhren sei hingegen um 2,6 Prozent gestiegen. Nach Einschätzung von Experten des britischen Analysehauses Capital Economics spielte ein deutlicher Rückgang der Pharmaimporte eine wichtige Rolle. Diese waren im September wegen angekündigter Zölle deutlich gestiegen, im Folgemonat dann aber wieder kräftig gesunken.

Generell hat die erratische Zollpolitik der US-Regierung unter Präsident Donald Trump im vergangenen Jahr zu deutlichen Schwankungen im US-Handel geführt. Neben den Importen von pharmazeutischen Produkten spielte auch der Handel mit Gold eine wichtige Rolle bei der Bilanz des amerikanischen Aussenhandels. Auch hier hatte es im vergangenen Jahr bei den Importen grössere Schwankungen gegeben./jkr/jha/

(AWP)