Laut einem Bericht der «Financial Times» («FT») plant die US-Regierung eine Investition von 1,6 Milliarden Dollar in das Bergbauunternehmen USA Rare Earth. Im Gegenzug solle die Regierung einen Anteil von zehn Prozent an dem auf Seltene Erden spezialisierten Unternehmen erhalten, berichtete die Zeitung unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Die Bekanntgabe der staatlichen Investition sowie einer separaten privaten Finanzierung in Höhe von einer Milliarde Dollar sei für Montag geplant. Stellungnahmen des Weissen Hauses und von USA Rare Earth lagen zunächst nicht vor.
Mit dem Geschäft solle die heimische Produktion von kritischen und strategischen Rohstoffen gefördert werden, die für die Halbleiterlieferkette und die nationale Sicherheit der USA unerlässlich seien, so ein Beamter des CHIPS-Büros im US-Handelsministerium laut «FT». Die Regierung in Washington will die Abhängigkeit von China bei wichtigen Rohstoffen verringern. Peking hat seine Vormachtstellung bei diesen Rohstoffen in der Vergangenheit als Druckmittel bei Handelsverhandlungen eingesetzt. Im vergangenen Jahr hatte sich die US-Regierung bereits an den Unternehmen MP Materials, Lithium Americas und Trilogy Metals beteiligt.
USA Rare Earth erschliesst derzeit eine Mine in Texas und eine Anlage zur Herstellung von Neodym-Magneten in Oklahoma, die im ersten Halbjahr 2026 die kommerzielle Produktion aufnehmen soll. Das Unternehmen hat zudem die Investmentbank Cantor Fitzgerald beauftragt, mehr als eine Milliarde Dollar an frischem Kapital zu beschaffen. Die Bank wird von Brandon Lutnick geleitet, dem Sohn von US-Handelsminister Howard Lutnick. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

