Welche Konsequenzen der iranischen Führung drohen, sollte sie der Forderung nicht nachkommen, blieb zunächst unklar. Die USA hatten in den vergangenen Tagen Ziele im Iran angegriffen und das mit Angriffen auf Handelsschiffe begründet.
US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag das Ende der Waffenruhe im Iran-Krieg bekräftigt. Zugleich liess er die Tür für Gespräche weiter offen. Trump schrieb dazu, Teheran habe um eine Fortführung von Gesprächen gebeten, und die USA hätten zugestimmt. Das Wort Gespräche setzte Trump in Anführungszeichen.
Wieder Angriffe im Nahen Osten
Zuletzt eskalierte die Situation im Nahen Osten wieder, nachdem die Kriegsparteien Iran und USA eigentlich schon ein Rahmenabkommen für vertiefte Gespräche über ein Ende des Kriegs vereinbart hatten. Seit April galt zudem eine Waffenruhe, die aber immer wieder gebrochen wurde.
Das US-Militär hatte als Reaktion auf Attacken gegen Tanker in der Strasse von Hormus mehrfach Ziele im Iran bombardiert. Zudem setzten die USA Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft. Der Iran reagierte seinerseits mit Angriffen. Dabei gerieten auch Kuwait, Bahrain und Jordanien, die wichtige US-Militärstützpunkte beherbergen, unter Beschuss.
Im Krieg war die Durchfahrt durch die wichtige Strasse von Hormus zwischenzeitlich quasi zum Erliegen gekommen. Daraufhin schossen die Preise an den Energiemärkten nach oben. Die hohen Preise an Tankstellen setzten Trump auch innenpolitisch stark unter Druck, möglichst schnell dafür zu sorgen, dass die Schifffahrt wieder funktioniert./rin/DP/zb
(AWP)
