Eine solche Ausnahme hatten die USA bereits Mitte März gemacht, die bis zum 11. April dauerte. Kritiker bemängelten, Russland werde dadurch finanziell gestärkt. Der Kreml nutzt die Einnahmen aus der Ölindustrie zur Finanzierung seines Kriegs gegen die Ukraine.

Der für Wirtschaftsbeziehungen mit dem Ausland zuständige Kremlgesandte Kirill Dmitrijew lobte die Massnahme. «Viele Länder, darunter die USA, verstehen die entscheidende und systemrelevante Bedeutung russischen Öls und Gases für die Stabilität der Weltmärkte», schrieb er auf Telegram. Die zunächst befristete Aufhebung der Sanktionen werde dabei «Hysterie bei den Kriegstreibern in der EU und Grossbritannien» auslösen, freute er sich. Die westlichen Industrieländer hatten wegen des von Russland begonnenen Kriegs in der Ukraine Sanktionen gegen Moskau verhängt.

Es gibt seit Jahren Sanktionen der USA, die den russischen Ölsektor betreffen. Länder und Unternehmen, die mit Russland Geschäfte machen, könnten dabei im Normalfall selbst Gefahr laufen, Ziel von Sanktionen zu werden./rin/DP/zb

(AWP)