Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima stieg laut der am Freitag veröffentlichten zweiten Schätzung um 5,7 Punkte auf 55,2 Punkte. Ökonomen hatten hingegen mit einer Revision auf 54,0 Punkte gerechnet. In einer ersten Schätzung waren 54,4 Punkte ermittelt worden. Es verbesserten sich die Erwartungen der Konsumenten und noch stärker die Bewertung der aktuellen Lage. Beide Werte übertrafen die Erwartungen.
«Trotz der jüngsten Zuwächse liegt die Stimmung um 11 Prozent unter dem Vorjahresniveau, was eine allgemein düstere Einschätzung der Wirtschaftslage angesichts der seit fünf Jahren anhaltend hohen Inflation und der anhaltend hohen Preise widerspiegelt», schrieb Joanne Hsu, Leiterin der Umfrage. «Die Konsumenten konzentrieren sich weiterhin auf finanzielle Themen wie die Kaufkraft, während politische oder militärische Entwicklungen eher im Hintergrund bleiben.»
Die Inflationserwartungen der Konsumenten gaben auf hohem Niveau etwas nach. Auf Sicht von einem Jahr sanken sie von 4,6 auf 4,2 Prozent. Die längerfristigen Inflationserwartungen (5 bis 10 Jahre) verharrten bei 3,3 Prozent. Beide Werte entsprachen der Erstschätzung. Die US-Notenbank strebt eine Inflationsrate von 2 Prozent an.
Der Indikator der Universität Michigan misst das Kaufverhalten der Konsumenten in den USA. Er basiert auf einer telefonischen Umfrage unter etwa 500 Haushalten. Abgefragt werden die finanzielle und wirtschaftliche Lagebeurteilung sowie die entsprechenden Erwartungen.
(AWP)

