Die Bewertung der aktuellen Lage und die Erwartungen verschlechterten sich deutlich. Beide Werte gaben stärker nach als von Volkswirten erwartet.
«Aus den offenen Kommentaren geht hervor, dass viele Verbraucher den Iran-Konflikt für die negativen wirtschaftlichen Entwicklungen verantwortlich machen», kommentierte Joanne Hsu, Leiterin der Umfrage. Allerdings seien 98 Prozent der Antworten vor der Einigung auf einen Waffenstillstand eingegangen. «Die Konjunkturerwartungen dürften sich verbessern, sobald die Verbraucher darauf vertrauen, dass die durch den Iran-Konflikt verursachten Versorgungsengpässe beendet sind und sich die Benzinpreise wieder normalisiert haben», erwartet Hsu.
Die kurzfristigen Inflationserwartungen der Verbraucher stiegen von 3,8 auf 4,8 Prozent. Volkswirte hatten lediglich 4,2 Prozent erwartet. Die längerfristigen Inflationserwartungen (5 bis 10 Jahre) legten von 3,2 auf 3,4 Prozent zu. Die US-Notenbank strebt eine Inflationsrate von zwei Prozent an. Im März war die Inflationsrate auf 3,3 Prozent gestiegen.
Der Indikator der Universität Michigan misst das Kaufverhalten der Verbraucher in den USA. Er basiert auf einer telefonischen Umfrage unter etwa 500 Haushalten. Abgefragt werden die finanzielle und wirtschaftliche Lagebeurteilung sowie die entsprechenden Erwartungen./jsl/he
(AWP)
