Trump habe Zölle von bis zu 100 Prozent auf patentierte Arzneimittel und deren Wirkstoffe beschlossen, hiess es in der Mitteilung der US-Regierung. Ziel der Zölle ist es laut dem Weissen Haus, die inländische Produktion zu stärken und Abhängigkeiten von Importen zu reduzieren.
Für Länder mit Handelsvereinbarungen - darunter die Schweiz und Liechtenstein - gelte jedoch der deutlich tiefere Satz von 15 Prozent. Die Massnahmen sollen in 120 Tagen für grosse Unternehmen und in 180 Tagen für kleinere Firmen in Kraft treten, wie es hiess. Generika und Biosimilars sind vorerst von den Zöllen ausgenommen.
Unternehmen können den Angaben zufolge aber die Zölle vermeiden, wenn sie Produktionskapazitäten in den USA aufbauen und Preisvereinbarungen mit den Behörden abschliessen. In diesem Fall entfällt der Zoll bis Anfang 2029.
Die US-Regierung hatte bereits zuvor mit mindestens 16 grossen Pharmafirmen Vereinbarungen getroffen. Diese verpflichteten sich, Medikamentenpreise in den USA an internationale Vergleichsniveaus anzupassen und im Gegenzug Investitionen in Milliardenhöhe in den USA zu tätigen. Auch die Schweizer Pharmariesen Roche und Novartis sagten Preiszugeständnisse und Direktvertriebsmodelle zu.
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(AWP)
