Der Schlüssel für weiteres Wachstum sei Künstliche Intelligenz. Die Anforderungen von KI stellten die ganze Branche vor neue Herausforderungen, böten aber gleichzeitig hohes Potenzial. Der zu hohe Energieverbrauch aktueller Chips müsse durch nochmals kleinere Chips reduziert werden. Das steigere die Anforderungen an das Reinheitsniveau, die Fertigungsumgebung werde immer kritischer, erklärt der CEO.
Höherer Gewinn und Dividende
Konkret stieg der Reingewinn im Jahresvergleich um 1,2 Prozent auf 214,3 Millionen Franken, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst. Beim EBITDA steht ein Plus von 9,5 Prozent auf nun 321,6 Millionen Franken. Die entsprechende Marge ging wie bereits angedeutet dagegen leicht um 1,2 Prozentpunkte auf 30,2 Prozent zurück.
Der Verwaltungsrat schlägt die Ausschüttung einer deutlich höheren Dividende von 7,00 Franken je Aktie vor nach 6,25 Franken im Vorjahr.
Anfang Januar hatte VAT ein Umsatzplus im Gesamtjahr von 14 Prozent auf 1,07 Milliarden Franken bekanntgegeben. Der Auftragseingang lag nahezu unverändert zum Vorjahr, wobei sich im Schlussquartal eine deutliche Beschleunigung um fast ein Drittel im Vergleich zum Vorquartal zeigte.
Aufträge werden weiter steigen
Und gerade bei den Aufträgen gibt sich VAT nun optimistisch. So soll auch im ersten Jahresviertel die Book-to-bill Ratio über 1 liegen. «Eine ähnlichen Wert wie im vierten Quartal zu erwarten, ist eine gute Annahme», sagte Gantner.
Gerade wenn es zu irgendwelchen Engpässen in der Branche kommt, bestellten Kunden plötzlich mehr, erklärt der Firmenchef. Dann könne es sogar zu einem regelrechten Auftragsschub kommen. VAT habe jedenfalls die nötigen Kapazitäten für den erwarteten Nachfrageanstieg bereit.
Einen guten Gewinnbeitrag soll auch das hochprofitable Service-Geschäft leisten, ergänzt Finanzchef Fabian Chiozza. Es sollte zudem vom Markttrend profitieren. Bis 2030 dürften sich die installierten Ventile verdoppelt haben - das treibe zusätzlich an.
Bei der Prognose für das laufende Jahr zeigt sich das Management zuversichtlich, wenn auch wenig konkret. So sollen die Geschäfte in allen Bereichen zulegen. Insgesamt sollen neben dem Auftragseingang auch der Umsatz, EBITDA und die -Marge sowie Reingewinn und freier Cashflow über dem Vorjahr liegen. Zudem halte VAT die Investitionen in Forschung & Entwicklung hoch, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
VAT bestätigte zudem das mittelfristige Umsatzziel von 1,6 Milliarden Franken. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, halte VAT die Investitionen in Forschung und Entwicklung weiter hoch. Der gesamte weltweite Chipmarkt dürfte zudem deutlich schneller wachsen als bislang angenommen. So könnte das Volumen von einer Billion US-Dollar bereits 2027 erreicht werden, 2035 seien dann sogar 2 Billionen denkbar.
Aktie nach starkem Jahresstart unter Druck
An der Börse kamen die Titel am Dienstag in einem ohnehin durch den Iran-Krieg belasteten Gesamtmarkt mit minus 2,0 Prozent unter Druck. Händler verwiesen insbesondere auf Gewinnmitnahmen, nachdem die Titel deutlich zugelegt hatten - seit September hat sich der Kurs gut verdoppelt.
Analysten sahen in den reinen Zahlen nur wenig Überraschendes, der Ausblick wurde als etwas konservativ eingeschätzt. Insgesamt dürfte VAT aber von der rasanten Entwicklung in der Halbleiterbranche profitieren, so der Tenor.
dm/uh
(AWP)
