«Wir wollen in Zukunft weiterhin nachhaltig profitabel wachsen», sagte Vaudoise-Chef Jean-Daniel Laffely am Mittwoch an der Bilanzmedienkonferenz in Zürich. Der Umsatz soll bis 2028 über die Marke von 1,7 Milliarden Franken geführt werden. Im vergangenen Jahr hatte die Gruppe diesen um knapp 6 Prozent auf gut 1,5 Milliarden gesteigert.
In Deutschschweiz auf Wachstumskurs
Getragen wurde das Wachstum von der Hauptsparte Nichtleben. Da kletterten die Prämieneinnahmen mit 7,5 Prozent, während der Gesamtmarkt gemessen an den Angaben des Schweizerischen Versicherungsverbands (SVV) um 4,4 Prozent zugelegt hat.
Besonders ausgeprägt war das Nichtlebenwachstum wie in der Vergangenheit in der Deutschschweiz (+9,5 Prozent). Diesen Ausbau soll sich fortsetzen, vielleicht auch dank der Fusion von Helvetia mit der Baloise. «Bei Brokern dürften unsere Angebote mit dem Wegfall eines Mitbewerbers vermehrt auf der Liste stehen», sagte Finanzchef Christoph Borgmann.
Viel erhofft sich die Vaudoise von der Immobilienvermögensverwaltung für Dritte. Dieses Geschäft hat die Gruppe jüngst mit der beinahe vollständigen Übernahme der Immobilien-Investmentgruppe Procimmo ausgebaut. Damit werden nun insgesamt über 9 Milliarden Franken an Immobilienvermögen verwaltet, wobei mittelfristig weiter ein Anstieg auf über 10 Milliarden angestrebt wird.
Die Vaudoise rechnet damit, dass das Immobiliengeschäft und die Pensionskassenberatung bis 2028 nach Abschreibungen rund 10 Millionen Franken zum Nettogewinn der Gruppe beitragen werden. Darauf aufbauend strebt die Gruppe ein normiertes Nettoergebnis von über 150 Millionen Franken an. Im vergangenen Jahr wurde ein Rekordgewinn von 156 Millionen erzielt.
Weiteres Dividendenwachstum angestrebt
Vom künftigen Erfolg sollen auch die Aktionäre profitieren. Die Ausschüttungsquote soll zunächst bei über 50 Prozent liegen, längerfristig sogar bei zwei Dritteln. An der kommenden Generalversammlung wird zum achten Mal in Folge eine Dividendenerhöhung auf 27 Franken je Namenaktie B vorgeschlagen. Damit liegt die Quote bei gut 50 Prozent.
Die Nichtleben-Kundinnen und -Kunden profitieren in Form von Prämienrabatten am Gewinn. Der Betrag der Gewinnweitergabe beläuft sich auf 40 Millionen Franken, entsprechend einem Prämienrabatt von 10 Prozent für Motorfahrzeugversicherte im Zeitraum 2026 bis 2027.
mk/rw
(AWP)
