Sparen statt konsumieren
«Mit dem leichten Rückgang auf - 24,7 Punkte kann das Konsumklima nicht an die Aufhellung im letzten Monat anknüpfen», sagte der NIM-Konsumexperte Rolf Bürkl. «Es zeigt sich weiterhin die Tendenz, dass steigende Einkommen aus Vorsichtstendenzen lieber gespart als konsumiert werden», erklärte Bürkl. Analysten hatten im Schnitt mit einer leichten Aufhellung des Konsumklimas gerechnet.
Geopolitik und Soziales
Zwar scheine sich die Wirtschaft wieder leicht zu beleben - die Verbraucher blieben jedoch skeptisch. «Die geopolitischen Spannungen, aber auch die Herausforderungen in der Sozialpolitik dürften die Unsicherheit und damit auch die Sparneigung hochhalten», sagte Bürkl. Auch steigende Preise - die Inflationsrate ist im Januar wieder auf 2,1 Prozent gestiegen - seien für viele Konsumenten ein Grund, das Geld zunächst zusammenzuhalten. Erwartungen auf baldige Preissenkungen gebe es nicht.
Die Institute befragen im Auftrag der EU-Kommission monatlich rund 2.000 Verbraucher nach ihren Erwartungen und zu ihrem Verhalten. Für die aktuelle Studie wurden Konsumenten im Zeitraum zwischen 29. Januar und 9. Februar interviewt./dm/DP/la
(AWP)
