Unter dem Strich verblieb ein Verlust von 76 Millionen Franken, nachdem im 2021 noch ein Gewinn von 69 Millionen resultiert hatte, wie Visana am Montag mitteilte. In der obligatorischen Krankenpflegeversicherung belief sich das Minus auf 70 Millionen (VJ: -49 Mio), während die Zusatzversicherung einen Gewinnrückgang auf 34 Millionen (86 Mio) ausweist.

Visana führte für den Rückgang im Gruppenergebnis zwei wesentliche Gründe an: Einerseits habe sich die Gruppe zugunsten ihrer Kundinnen und Kunden für nicht kostendeckende Prämien in der Grundversicherung entschieden. Andererseits sei das Finanzergebnis aufgrund der volatilen Finanzmärkte negativ ausgefallen.

Mehr Versicherte

Wachstum verzeichnete Visana im Versichertenbestand. Die Zahl der Versicherten erhöhte sich im Privatkundengeschäft um 12'200 auf neu 847'600. Im Bereich der obligatorischen Krankenpflegeversicherung sei dabei die Anzahl Versicherte um 15'500 auf 644'200 Personen gewachsen, hiess es.

Auch im Geschäft mit Unternehmenskunden konnte Visana zulegen. Da nahm die Kundenzahl um rund 250 auf 16'500 Firmen zu. Derweil stieg der gesamte Umsatz der Gruppe laut Communiqué auf 3,7 Milliarden Franken nach zuvor 3,6 Milliarden um.

Desweiteren erfülle Visana weiterhin sämtliche Kapitalanforderungen sowohl für die Grundversicherungen als auch für die Zusatzversicherungen nach Versicherungsvertragsgesetz ohne Einschränkungen, heisst es. Die Solvabilität sei überdurchschnittlich hoch.

Anfang Juni sorgte Visana mit der Ankündigung zur geplanten Fusion mit dem kleineren Konkurrenten Atupri für Aufsehen. Unter dem neuen Namen Atusana entstehe eine schweizweit tätige Krankenversicherungs-Gruppe mit Heimmarkt Espace Mittelland, hatte es geheissen. Die fusionierte Krankenversicherung zählt über eine Million Kunden.

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