Helfen könnte laut Brandstätter die technische Basis und das Wissen aus den Jahren der Strategie «in China für China». Diese Kompetenzen unterstützten die Gruppe in diesen Märkten, «wo wir ohnehin mit chinesischen OEMs konkurrieren müssen», sagte er.
Neue Strategie im Jahr der Produktoffensive
Volkswagen will dem Manager zufolge jene Märkte erschliessen, in denen der Konzern noch nicht besonders stark vertreten sei, wie in Südostasien, und solche Märkte, die für chinesische Elektro- und Hybridautos sowie chinesische Vorschriften günstig seien. Infrage kämen alle Modelle, doch nicht alle würden am Ende auch exportiert, sagte Brandstätter. Jeder Markt werde für sich untersucht.
Die Strategieerweiterung kommt im Jahr der grössten Produktoffensive der Wolfsburger in China mit mehr als 20 Elektro- und Hybrid-Modellen sowie neuen und überarbeiteten Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. «Wir verfügen nun über China-Geschwindigkeit und wettbewerbsfähige Kostenstrukturen», betonte Brandstätter.
China bleibt herausfordernd
Volkswagen hatte lange betont, Modelle nur in China für den chinesischen Markt zu entwickeln und zu produzieren. Der Markt bleibe aber herausfordernd, sagte Brandstätter. «Wir setzen nicht auf höhere Preise in der Zukunft.» Eine Erholung der Margen könnte deshalb nur über Kosteneffizienz gelingen.
In der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt machen den Autoherstellern harter Wettbewerb, ein Überangebot gepaart mit einer schwachen Nachfrage und ein damit einhergehender Preisdruck zu schaffen. Auch immer mehr chinesische Hersteller drängen mit ihren E-Autos deshalb auf aussichtsreiche Märkte wie Europa. Im vergangenen Jahr seien 6 Millionen Autos aus China exportiert worden, was mit den 24 Millionen in China verkauften Autos insgesamt rund 30 Millionen in der Volksrepublik hergestellte Fahrzeuge ergebe, rechnete Brandstätter vor./jon/DP/nas
(AWP)
