Seit dem Skandal um einen chinesischen Spionageballon über US-Gebiet, Sanktionen gegen Unternehmen aus China und die Haltung Pekings im Ukraine-Krieg zum Vorteil Russlands ist das Verhältnis zwischen den beiden Supermächten schlecht. Mit gegenseitigen Besuchen von hochrangigen Ministern versuchten Washington und Peking seit Monaten, ihre diplomatischen Beziehungen wieder zu verbessern.

Die Besuche galten auch als Wegbereiter für das Xi-Biden-Treffen, das für die kommende Woche während des Gipfels der Asien-Pazifik-Staaten (Apec) in San Francisco erwartet wird. Eine offizielle Zusage aus Peking stand am Montag allerdings noch aus. Die beiden Staatschefs hatten sich zuletzt beim G20-Gipfel in Bali 2022 persönlich getroffen. Manche Beobachter erwarten jedoch keine herausragenden Ergebnisse des Gesprächs, sondern halten es hauptsächlich für wichtig, dass das Treffen überhaupt zustande kommt.

Yellen war zuletzt im Juli in China. Im Oktober traf sich eine Arbeitsgruppe der beiden Finanzministerien online, was als weiterer positiver Schritt galt. Kurz vor He Lifengs Reise setzte das US-Finanzministerium allerdings mehrere chinesische Unternehmen auf eine Sanktionsliste wegen deren Verbindung nach Russland. China lehne dies entschieden ab, teilte das Handelsministerium am Montag mit. Die USA sollten aufhören, Chinas Firmen unangemessen zu unterdrücken./jon/DP/ngu

(AWP)