Volkswagen und Bosch wollten sich auf Anfrage nicht dazu äussern. Den Berichten zufolge sollte das VW-Kontrollorgan eigentlich am vergangenen Donnerstag über die Personalie beschliessen.
Die Kandidatin geniesse im gesamten Gremium hohes Ansehen, hiess es in Aufsichtsratskreisen. Im Grunde seien sich alle einig gewesen, dass sie den Posten übernehmen solle.
Doch dann habe die Arbeitnehmerseite ihre Zustimmung von einer weiteren Personalie abhängig gemacht, der Besetzung eines neuen Technologieressorts. Das aber sei noch nicht entscheidungsreif, hiess es Kreisen zufolge auf Konzernseite.
Von einem solchen Junktim sei zuvor auch nie die Rede gewesen. Am Ende wurde daher auch Raschs Bestellung nicht beschlossen. Die Bosch-Managerin gelte aber unverändert als Favoritin für die Position, hiess es.
Der Posten des Personalvorstands ist seit einem Jahr unbesetzt, nachdem Gunnar Kilian im Juli 2025 überraschend ausgeschieden war. Der Konzern hatte damals auf «unterschiedliche Vorstellungen bei der Steuerung von Beteiligungsgesellschaften» verwiesen. Das Personalressort im Konzern leitet seither kommissarisch VW-Markenchef Thomas Schäfer./fjo/DP/men
(AWP)
