Die erste Verhandlungsrunde auf technischer Ebene soll in Bern stattfinden, sagte der Bundespräsident am Donnerstag vor den Medien in Davos GR. Zuvor, am Vormittag, traf er den US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer am Rande des Weltwirtschaftsforums (WEF) im Bündner Tourismusort.

Das Treffen sei «sehr konstruktiv» gewesen, schrieb der Waadtländer auf dem Netzwerk X. Am Treffen nahm auch Staatssekretärin Helene Budliger Artieda statt.

Die USA seien wie die Schweiz bereit für diese Verhandlungen. Dies sei zuvor nicht klar gewesen, da Washington sehr viele Handelsabkommen schliessen wolle. Sie hätten aber die nötigen Ressourcen, habe sich Parmelin versichern lassen.

Ohne neue Forderungen könne es schnell gehen

Wie lange die Verhandlungen dauern würden, könne er nicht sagen, sagte der Vorsteher des Wirtschaftsdepartements auf eine Frage. Wenn der Rahmen eingehalten werde, dann könne es sehr schnell gehen.

Damit meinte der Wirtschaftsminister die gemeinsame Vereinbarung, die im vergangenen November mit der US-Regierung geschlossen wurde. Falls die USA neue Forderungen auf den Tisch bringen würden, könne der Prozess verlängert werden. Parmelin habe aber keine solchen Signale erhalten.

Treffen mit Trump am Vortag

Das angestrebte Abkommen soll den Zollstreit zwischen Bern und Washington beilegen. Die USA erhoben vergangenes Jahr zunächst einen Zollsatz von bis zu 39 Prozent auf Schweizer Güter. Nach mehrmonatigen Gesprächen konnte dieser Zollsatz im November auf 15 Prozent reduziert werden. Nun soll bis zum 31. März die Vereinbarung in einem rechtlich bindenden Abkommen festgehalten werden.

Am Mittwochnachmittag traf Parmelin zudem auch US-Präsident Donald Trump. Die Handelsbilanz zwischen der Schweiz und den USA war Bestandteil der Gespräche.

(AWP)