Der Zuger reist zum ersten Mal als Bundesrat zum Weltwirtschaftsforum (WEF). Er wird am ersten Tag des Forums die Truppen in Begleitung des neuen Armeechefs Benedikt Roos besuchen, der Anfang des Jahres sein Amt angetreten hat.

Armee und Polizei müssen dieses Jahr eine Rekordzahl an Persönlichkeiten schützen. Der Besuch von Donald Trump lockt unzählige weitere Teilnehmer in den Bündner Ferienort.

Insgesamt benötigen gemäss dem Gesamteinsatzleiter 123 Personen einen besonderen Schutz. Und 400 Gäste, darunter 64 Staatschefs - sechs davon aus G7-Ländern - geniessen völkerrechtlichen Schutz und erfordern entsprechende Massnahmen.

Die Armee unterstützt die Polizei mit 5000 Soldaten, die den teilweise gesperrten Luftraum überwachen, geschützte Personen transportieren und die Polizeikräfte am Boden und online unterstützen. Auch der Nachrichtendienst des Bundes und der Bundessicherheitsdienst sind im Einsatz.

Weitere Demonstrationen erwartet

Die Sicherheitsdienste müssen sich auch auf weitere Aktionen gegen Donald Trump einstellen. Für Montagabend ist eine Demonstration in Zürich geplant. Am Wochenende fanden bereits mehrere Kundgebungen statt.

Das Budget für die Sicherheitsvorkehrungen beläuft sich wie im letzten Jahr auf neun Millionen Franken. Die Sicherheit des US-Präsidenten dürfte zusätzliche Kosten verursachen, auch wenn die US-Delegation einen Teil davon mit eigenen logistischen Mitteln deckt.

In Gedanken bei Crans-Montana

Neben Pfister reisen drei weitere Bundesräte nach Davos. Bundespräsident Guy Parmelin wird das Forum am Dienstag offiziell eröffnen.

Der Waadtländer wird mit den Vertretern aus den USA sicherlich das Zollabkommen ansprechen. In diesem Dossier soll bis 31. März eine formelle Vereinbarung getroffen werden. Auch Finanzministerin Karin Keller-Sutter und Aussenminister Ignazio Cassis werden vor Ort sein.

Die Regierung reist wenige Wochen nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS in der Neujahrsnacht nach Davos. WEF-Präsident Borge Brende erklärte gegenüber den Medien, dass ein Moment gefunden werde, um den Opfern zu gedenken.

(AWP)