Die Commerzbank hatte das Verhalten des Managers rechtlich bewerten lassen. «Das Gutachten hat eine Pflichtverletzung von Herrn Dr. Knof bejaht», sagte Weidmann. Denn er habe den Aufsichtsrat nicht über das Treffen vom September 2024 in Kenntnis gesetzt. Allerdings dürfe die Bank variable Vergütungen nur für diejenigen Jahre anpassen, für die ein Pflichtverstoss festgestellt worden sei. (

Der Aufsichtsrat und Knofs Nachfolgerin Bettina Orlopp hatten laut früherer Aussage erst im Jahr 2025 aus der Presse erfahren, dass sich der Manager mit Orcel getroffen hatte - kurz nachdem die italienischen Grossbank Unicredit bei der Commerzbank als Grossaktionärin eingestiegen war. Seitdem haben die Italiener ihre Beteiligung immer weiter ausgebaut. Inzwischen halten sie knapp 30 Prozent der Commerzbank-Anteile sowie weitere Finanzinstrumente und haben ein Übernahmeangebot für die übrigen Aktien vorgelegt./stw/ben/he

(AWP)