Grund für die Korrektur nach unten seien hohe Inflationen und steigende Energiepreise, nachdem der freie Schiffsverkehr und der Rohstoffhandel in der Strasse von Hormus infolge des Konflikts nahezu zum Erliegen gekommen waren.
Institut prognostiziert fatale Folgen für arme Länder
Während sich in Deutschland Autofahrer über höhere Benzinpreise ärgern, werden die Ärmsten in der Welt laut dem Institut mit Sitz in Washington besonders stark belastet. Für wirtschaftsschwache Länder heisst das: Bis Ende 2026 wird ein Viertel der Entwicklungsländer ärmer sein als 2019, unter den Ländern mit niedrigem Einkommen dürfte es ein Drittel sein. Bei fragilen und von Konflikten betroffenen Ländern wird nach Weltbank-Hochrechnung etwa die Hälfte bis zum Jahresende weniger Geld haben als im Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie.
Weltbank will mit Geldern unterstützen
Zugleich ist die Weltbank auch selbst aktiv: Bereits nach Beginn der Krise stellte sie zwischen 20 und 25 Milliarden US-Dollar an Soforthilfen bereit. Die Entwicklungsbank kündigte an, zwischen 50 und 60 Milliarden US-Dollar zur Verfügung zu stellen, um Regierungen in Entwicklungsländern unter die Arme zu greifen und landwirtschaftliche Betriebe zu unterstützen. «Sollten der Konflikt und die wirtschaftlichen Folgen anhalten, könnte die Finanzierung durch die Weltbankgruppe über einen Zeitraum von 15 Monaten auf 80 bis 100 Milliarden US-Dollar erhöht werden», heisst es weiter./ngu/DP/jha
(AWP)
