Entscheidend für den Ernteeinbruch waren laut BarthHaas extreme Wetterbedingungen, die insbesondere in Deutschland starke Auswirkungen hatten. So litt der Anbau dort einerseits unter der Trockenheit. Zudem richteten zwei starke Gewitter Schäden in der Hallertau an, dem mit Abstand grössten deutschen Hopfenanbaugebiet. Dementsprechend fiel die deutsche Ernte im vergangenen Jahr um 28 Prozent niedriger aus als 2021. Bei der Alphasäure lag der Rückgang sogar bei 40 Prozent. Der Rückgang der deutschen Ernte um gut 13 000 Tonnen machte mehr als die Hälfte der weltweiten Einbussen aus.

Die schlechte Ernte zeige die Probleme durch extreme Witterungsbedingungen. "Da wir mit grosser Wahrscheinlichkeit in Zukunft immer häufiger damit konfrontiert werden, müssen wir diesen Herausforderungen weltweit entgegentreten", sagte BarthHaas-Geschäftsführer Peter Hintermeier. Eine Möglichkeit sei, auf Hopfensorten zu setzen, denen Hitzestress weniger ausmache./ruc/DP/ngu