Bei den Asylgesuchserledigungen fielen 60 Stellen, bei der Bearbeitung des Schutzstatus S rund 23 Stellen weg, wie das SEM am Samstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. Das Staatssekretariat bestätigte damit einen Bericht des «Blick».
Die für die Bearbeitung der höheren Anzahl an Asylgesuchen und für den Abbau der offenen Asylgesuche befristet zur Verfügung gestandenen Stellen mussten zurückgegeben werden, teilte das SEM als Begründung auf Anfrage mit.
Ressourcen auf Asylgesuche ausgerichtet
«Die Personalressourcen im Asylbereich richteten sich grundsätzlich nach dem Eingang von Asylgesuchen, welche im letzten Jahr und voraussichtlich in diesem Jahr geringer als in den Jahren 2022 bis 2024 ausgefallen sind bzw. ausfallen werden», schrieb das SEM.
Im vergangenen Jahr verzeichnete das SEM mit 25'781 Asylgesuchen einen Rückgang um sieben Prozent im Vergleich mit 2024. Damals waren in der Schweiz 27'740 Asylgesuche eingegangen und 2023 deren 30'223. Und auch im laufenden Jahr rechnet der Bund mit weniger Gesuchen.
Zuletzt wurden die Pendenzen im Bereich der Asylgesuche denn auch um 45 Prozent reduziert, bestätigte das SEM auf Anfrage. Gegenwärtig sind noch rund 8600 Asylgesuche hängig.
Insgesamt war die Anzahl Stellen beim SEM zwischen 2021 und 2025 jeweils jährlich gestiegen: 2021 waren durchschnittlich 525 Vollzeitstellen besetzt, 2025 waren es insgesamt 762 Stellen.
(AWP)
