Dies wäre zusätzlich zu den 318 Millionen, die durch Konflikte oder Klimaschocks bereits von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen sind. Nach der UN-Definition betrifft dies Menschen, die so wenig zu essen organisieren können, dass ihr Leben oder ihre Existenzgrundlage unmittelbar bedroht ist.

Höhere Kosten, weniger finanzielle Mittel

Für das WFP, die weltgrösste humanitäre Organisation, kommen mehrere Krisen zusammen: Zum einen ist die Verschiffung von Nahrungsmitteln aus den Logistikzentren in Dubai am Persischen Golf wegen der vom Iran bedrohten Schiffspassage durch die Strasse von Hormus unterbrochen. Es müssen riesige Umwege in Kauf genommen werden, was viel Zeit kostet. Zum anderen steigen mit dem Ölpreis auch die Kosten für jeden Transport.

Gleichzeitig haben die USA und viele andere Regierungen ihre Budgets für humanitäre Hilfe drastisch gekürzt. Das WFP habe im vergangenen Jahr schon 40 Prozent weniger Mittel gehabt als im Jahr davor. Die Rationen für akut unterernährte Kinder hätten reduziert werden müssen, und in Afghanistan könne nur noch jedes vierte betroffene Kind versorgt werden, sagte Skau./oe/DP/nas

(AWP)