Man haben gesehen, was an den Anleihemärkten geschieht und welche Instabilität dort herrscht, so Pierrakakis weiter. «Wir versuchen dabei, ein Gleichgewicht zu finden: Einerseits müssen wir unsere Bürgerinnen und Bürger, unsere Gesellschaften und insbesondere die Schwächsten unterstützen. Andererseits dürfen wir nicht zulassen, dass sich diese Energiekrise zu einer Fiskalkrise ausweitet.»
Seit die für den Welthandel wichtige Strasse von Hormus faktisch gesperrt ist, sind die Rohölpreise nach oben geschnellt. Hohe Energiepreise belasten Unternehmen und Verbraucher.
Es gebe einen stagflationären Druck, aber Europa sei widerstandsfähig und habe bereits begonnen, auf die Krise zu reagieren, sagte Pierrakakis. Mit Stagflation wird eine Wirtschaftsflaute bei zugleich deutlich steigenden Preisen bezeichnet.
In ihrer am Donnerstag vorgestellten Konjunkturprognose senkte die EU-Kommission ihre Wachstumserwartungen von 1,4 Prozent auf 1,1 Prozent. Für die 21 Staaten der Eurozone wurde sie auf 0,9 Prozent reduziert, Deutschland traut sie nur noch ein Mini-Wachstum zu: Die Brüsseler Behörde rechnet mit 0,6 Prozent Plus im laufenden Jahr für in der grössten Volkswirtschaft Europas./rdz/DP/men
(AWP)
