Der Bericht zeige, dass das Militär «tödliche Gewalt ohne Rücksicht auf ihre eigenen Protokolle, ihre Befehlskette und ihre Regeln eingesetzt» habe. Das Militär habe darin auch eingeräumt, dass das Team der Hilfsorganisation «alle ordnungsgemässen Kommunikationsverfahren» eingehalten habe.

Die Organisation bekräftigte einmal mehr ihre Forderung nach einer unabhängigen Untersuchung des Vorfalls durch Dritte. Ihre Einsätze im Gazastreifen blieben weiter ausgesetzt.

Am Montagabend waren bei einem Angriff des israelischen Militärs im Gazastreifen sieben ausländische Helfer von World Central Kitchen getötet worden. Sie waren dort für die Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln unterwegs. Das israelische Militär sprach am Freitag in einem Untersuchungsbericht von einem «schwerwiegenden Versagen» der israelischen Einsatzkräfte und kündigte an, zwei Offiziere von ihren Posten abzuziehen.

Die US-Regierung hatte Israel dazu aufgefordert, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. US-Präsident Joe Biden hatte Netanjahu am Donnerstag in einem Telefonat nach Angaben des Weissen Hauses aufgefordert, eine Reihe «spezifischer, konkreter und messbarer Schritte» zu unternehmen, um das Leid für die Menschen in Gaza zu verringern und den Schutz von Helfern zu erhöhen. Die künftige US-Politik in Bezug auf Gaza hänge davon ab, wie Israel diese Massnahmen umsetze, warnte Biden./trö/DP/jha

(AWP)