Der stärkste Rückgang dieser Versuche, in die EU zu kommen, wurde auf der westafrikanischen Route über den Atlantik zu den kanarischen Inseln (-83 Prozent) verzeichnet. Auf der zentralen Mittelmeerroute von Nordafrika in Richtung Italien sowie auf der östlichen Mittelmeerroute über Griechenland ging die Zahl der irregulären Grenzübertritte jeweils um die Hälfte zurück.

Die meistgenutzte Migrationsroute in die EU bleibt demnach weiter der zentrale Mittelmeerraum, hier wurden knapp 3.400 Grenzübertritte gemeldet, das entspricht 30 Prozent der Gesamtzahl. Einen leichten Zuwachs (9 Prozent) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gab es auf der Route über das westliche Mittelmeer nach Spanien.

Frontex rechnet mit Auswirkungen des Iran-Kriegs

Die EU-Grenzschutzagentur verwies in ihrem Bericht auch auf mögliche Auswirkungen des Iran-Kriegs. «Die Eskalation der Lage im Nahen Osten birgt die Gefahr, dass es in den kommenden Monaten zu einer Zunahme der Fluchtbewegung in der Region kommt», hiess es. Bislang habe dies noch keine spürbaren Auswirkungen auf die Migrationssituation an den Aussengrenzen der EU gehabt. Frontex beobachte die Entwicklungen weiterhin aufmerksam./dhe/DP/nas

(AWP)