Der Umsatz stieg nach Unternehmensangaben im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres um ein Prozent auf rund 5,84 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei 955 Millionen Euro, was einem Plus von 33 Millionen Euro entspricht.

Besonders die geopolitischen Krisen und die Unsicherheit auf den Weltmärkten machen dem Konzern aber zu schaffen. Zeiss verweist unter anderem auf die Konflikte im Nahen Osten, ungünstige Währungseffekte und Handelshemmnisse. Konzernchef Andreas Pecher sprach von einem «sehr anspruchsvollen Geschäftsumfeld».

Chipindustrie bleibt wichtigster Wachstumstreiber

Dabei entwickle sich das Geschäft zunehmend unterschiedlich: Während die wichtige Sparte für Halbleiterfertigung weiter wachse, würden andere Bereiche wie Medizintechnik oder industrielle Messtechnik und Mikroskopie schwächeln. Für Verbraucher sichtbar ist das Unternehmen vor allem bei Produkten wie Brillengläsern und Kameraobjektiven, wo die Nachfrage zuletzt nur noch leicht anzog.

Zeiss reagiert nun mit einem umfangreichen Spar- und Umbauprogramm. In den kommenden drei Jahren sollen nach Unternehmensangaben mehrere hundert Millionen Euro eingespart werden. Betroffen seien neben einzelnen Geschäftsbereichen auch Verwaltung und Länderorganisationen. Dabei sei auch ein Stellenabbau möglich. Die konkreten Massnahmen würden derzeit mit Arbeitnehmervertretern abgestimmt.

Das Stiftungsunternehmen mit Hauptsitz im ostwürttembergischen Oberkochen gehört weltweit zu den wichtigsten Technologiekonzernen der optischen und optoelektronischen Industrie. Weltweit beschäftigt Zeiss derzeit rund 47.400 Menschen./bak/DP/stk

(AWP)