Die Feuerpause gelte unbefristet, solange Russland nicht angreife, erläuterte der ukrainische Präsidialamtschef Kyrylo Budanow: «Wenn die Waffenruhe gegenseitig eingehalten wird, dann setzen wir diese fort.» Selenskyj hatte zuvor gesagt, Kiew werde spiegelbildlich reagieren, wenn die russische Seite nicht sich nicht daran halten sollte.
Moskau will Waffenruhe nur für Tag des Sieges
Von russischer Seite hat Kremlchef Wladimir Putin einseitig eine Waffenruhe nur für Freitag und Samstag angeordnet, wenn in Russland an den sowjetischen Sieg im Zweiten Weltkrieg erinnert wird. Selenskyjs Ankündigung einer früheren Feuerpause wurde in Moskau den Dienstag über nicht kommentiert.
Im Lauf des Dienstags verursachten russische Luftangriffe mit Drohnen, Raketen und Bomben viele Tote und Verletzte in der Ukraine. Die Ukraine traf in der Nacht eine Rüstungsfabrik und eine grosse Raffinerie in Russland mit Kampfdrohnen und griff auch den Tag über immer wieder an.
Kurz vor Feuerpause: Fünf Tote auf besetzter Halbinsel Krim
Kurz vor dem erklärten Beginn der Feuerpause attackierte die ukrainische Armee die von Russland annektierte Halbinsel Krim mit Drohnen. Dabei seien in der Stadt Dschankoj fünf Zivilisten getötet worden, teilte die russische Besatzungsverwaltung der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge mit. Über der Hafenstadt Sewastopol war Flugabwehr im Einsatz. Zwölf ukrainische Drohnen seien abgeschossen worden, hiess es./fko/DP/zb
(AWP)
