Die Zustimmung betrug 57,8 Prozent, bei 6743 Ja- gegenüber 4929 Nein-Stimmen. Die Stimmbeteiligung lag bei 69,9 Prozent, wie die Stadt mitteilte.

Somit kann aus dem nahe am Bahnhof gelegenen Areal ein «offener und vielfältiger Lebensraum werden», wie sich die zuständige Stadträtin Eliane Birchmeier (FDP) in der Mitteilung zitieren liess. Das Metalli-Areal liegt, wie es der Name schon sagt, auf dem Gelände einer ehemaligen Metallwarenfabrik und beherbergt heute zahlreiche Läden und Cafés.

Zug Estates AG plant insgesamt 160 Wohnungen, 130 mehr als heute bestehen. Davon sollen 64 preisgünstig vermietet werden. Zudem sind auch Büros und Gewerberäume geplant. Die heutigen Verkaufsflächen sollen erhalten bleiben. Im Zuger Stadtparlament, dem Grossen Gemeinderat, stimmte die grosse Mehrheit aller Fraktionen für den Bebauungsplan.

Der Verein «Nein zum Bebauungsplan Metalli» drang nicht durch mit seinen Argumenten, wonach mit dem Projekt «gewachsene Strukturen torpediert werden». Er befürchtet, dass die Überbauung dem Metalli-Areal den Charakter nehme und bemängelte etwa den Abriss der Hauptfassade sowie den Bau des Hochhauses «an sensibler Lage». Dem Referendumskomitee gehörten unter anderem Architekten und der Co-Präsident des Zuger Heimatschutzes an.

Nach der Genehmigung durch die Stadtzuger Bevölkerung muss auch der Kanton den Bebauungsplan noch absegnen. In der Vorprüfung habe die Baudirektion bereits eine Genehmigung in Aussicht gestellt, hiess es in den Abstimmungsunterlagen weiter.

(AWP)