Die Mehrheitsverhältnisse waren am Montag klar, nur die Sprecherin der AL sprach sich für eine Unterstützung der Initiative aus. Diese fordert eine strikte Einhaltung der Betriebszeiten zwischen 6 und 23 Uhr.
Da der Bund über die Betriebszeiten entscheidet, hielten viele die Initiative nicht für umsetzbar. Einen Ungültigkeitsantrag zog die FDP aber vor der Sitzung zurück.
Höhere Gebühren gefordert
Der Gegenvorschlag fordert steigende Gebühren für Flüge nach 23 Uhr, einen jährlichen Bericht des Regierungsrates zur Einhaltung der Nachtordnung und eine Informationspflicht des Flughafens über die Gründe der Verspätungen. Weitergehende Anträge von Grünen und SP blieben chancenlos.
Wie Christa Stünzi (GLP, Horgen) sagte, hätten die Initianten signalisiert, die Initiative möglicherweise zurückzuziehen, falls der Kantonsrat den Gegenvorschlag annimmt. Die Schlussabstimmung wird in einer der nächsten Sitzungen folgen.
Heute gilt in Zürich eine Nachtflugsperre von 23.30 bis 6 Uhr. Die Zeit von 23 Uhr bis 23.30 Uhr ist jedoch nur für verspätete Starts und Landungen vorgesehen. Ab 23.30 Uhr braucht es eine Ausnahmebewilligung.
(AWP)
