Gegen 09.30 Uhr verlieren die Zurich-Papiere 2,0 Prozent auf 594,80 Franken. Damit rutscht die Aktie seit Jahresbeginn in den Minusbereich. Der Leitindex SMI steht derweil zum Berichtszeitpunkt mit 0,6 Prozent im Plus.

Die Kommentare zum Halbjahresbericht der Zurich fallen grundsätzlich positiv, aber nicht begeistert aus. Der Konzern habe sich vorteilhaft entwickelt, mit guten Gewinnbeiträgen aus allen drei Geschäftsfeldern, heisst es bei der ZKB. Dabei sei die Lebensversicherung klar besser als von Analysten erwartet vorangekommen. Und auch das Wachstum der Gruppe lasse sich sehen.

Mit dem Betriebsgewinn (BOP) habe die Zurich die Vorgaben um rund 2 Prozent übertroffen, was vor allem auf die starke Entwicklung in der Lebensversicherung zurückzuführen sei, so ein weiterer Kommentar. Entsprechend habe der Konzern die BOP-Erwartung für die Sparte leicht angehoben.

Zurückhaltender fällt die Einschätzung zur Entwicklung in der Schaden- und Unfallversicherung (P&C) aus. Dort habe die Zurich etwa in Nordamerika das hohe Tempo aus dem ersten Quartal nicht ganz halten können und der Schaden-Kosten-Satz habe die Erwartungen leicht verfehlt, heisst es etwa. Positiv ins Gewicht falle in dieser Sparte dagegen das von Einmaleffekten geprägte Anlageergebnis.

Nun liege der Fokus auf der Integration des britischen Spezialversicherers Beazley, den die Zurich für rund 11 Milliarden US-Dollar zugekauft hat, blicken die Vontobel-Analysten nach vorne. Dabei gehe es unter anderem auch darum, Beazley-Underwriter in der Gruppe behalten zu können.

mk/ra

(AWP)